Radtour mit der CDU Linkenheim-Hochstetten

11.10.2020 | Andreas Stampfer
Foto: Frank Kaiser
Foto: Frank Kaiser


Text: Andreas Stampfer (Gemeinderat und Vorsitzender der CDU Linkenheim-Hochstetten)

Mit dem Fahrrad machten sich die Gemeinderäte Andreas Stampfer und Uwe Kugler mit zehn weiteren interessierten Teilnehmern auf, um über die aktuellen Themen des Jahres im Gemeinderat zu berichten. Neben der guten Beteiligung war erfreulich, dass einmal mehr der CDU-Landtagskandidat Ansgar Mayr Interesse am Geschehen in Linkenheim-Hochstetten zeigte und ebenfalls an der Radtour teilnahm.

Die Tour führte über die Rathaus- und die Rheinstraße zum Klärwerk, von dort weiter über die Hauptstraße zur Grundschule in Hochstetten, zum Carré am Markt, zum Jugendtreff sowie zur B36.

Auf dieser Tour konnte ein bunter Blumenstrauß an Themen vorgestellt werden. Dabei ging es um die Ergebnisse des Fußverkehrscheck, die anstehenden Erweiterungsarbeiten am Klärwerk, den Ausbau Erneuerbarer Energien im Ort, den Bedarf beim Schülerhort in Hochstetten, den aktuellen Stand am Carré am Markt, den Jugendtreff, den Ausbau der B36 sowie den besonderen Belastungen, denen unser Wald durch den Klimawandel ausgesetzt ist.

Klar wurde auf der Tour, dass viele Themen voneinander abhängen, vor allem dann, wenn es um die finanziellen Aspekte geht. Die Themen für sich betrachtet würden den Haushalt unserer Gemeinde sicher nicht über Gebühr belasten, aber alles zusammengenommen dann doch. Und so sind dann in einzelnen Fällen sicher kreative Lösungen gesucht, die die Projekte finanzierbar machen. Beispielsweise platzt der Schülerhort in Hochstetten bald aus allen Nähten. Das braucht eine Lösung, denn der Bedarf steigt. Die Herausforderung ist es, das Geld dafür zur Verfügung zu stellen.

Was uns im Ort ebenfalls beschäftigt, ist das Thema Artenschutz. Der ist sicher notwendig, doch stimmt die Verhältnismäßigkeit noch? Das Projekt „Carré am Markt“ wird aktuell von Haubenlerchen, die im Neubaugebiet gesichtet wurden, ausgebremst. Ausgleichsmaßnahmen und weitere Anforderungen zum Schutz dieser Vogelart strapazieren den Geldbeutel der Gemeinde ebenfalls in erheblichem Maße. Dass eine Ausgleichsfläche in der Größe von 2,3 ha allein den Vögeln zur Verfügung gestellt und gepflegt werden muss steht in keinem Verhältnis und ist aus unserer Sicht nicht mehr vermittelbar. So werden beispielsweise Kosten für den Bau dringend benötigten Wohnraums in die Höhe getrieben, bei einem ohnehin schon überhitzten Immobilienmarkt.

Zuletzt führt uns die Tour noch an die B36, über die zuletzt schon viel berichtet wurde und an den Rand des Hardtwaldes. Von dort waren zahlreiche kahle Buchenkronen zu sehen, eine Folge der vergangenen heißen Sommer. Ebenso die Kiefern, ein eigentlich robuster Baum in unserer Klimazone leidet sehr unter der Trockenheit. In den kommenden Jahren wird ein Waldumbau in unserer Region erforderlich sein. Hier gilt es herauszufinden, welche Baumarten mit den sich ändernden Bedingungen besser zurechtkommen. Kein leichtes Unterfangen, wenn man bedenkt, dass Bäume ein stattliches Alter erreichen und somit die Wirkung des Waldumbaus nur über einen langen Zeitraum betrachtet werden kann.

Eine interessante und abwechslungsreiche Tour nahm nach zwei Stunden ihr Ende. Die Info-Radtour wurde der Corona-Pandemie geschuldet nur als CDU-interne Veranstaltung durchgeführt. In den kommenden Jahren möchten wir diese Tour dann öffentlich anbieten, sofern es die Umstände zulassen.